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Unsere Schüler
Die Kinder und Jugendlichen, die von uns betreut und unterrichtet werden, befinden sich in einer stationären oder teilstationären Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bochum Linden (KJP). Nur in absoluten Ausnahmefällen werden auch Schüler als „externe“ für einen kurzen Zeitraum an unserer Schule unterrichtet. Dies vor allem dann, wenn für ehemalige Patienten der KJP aus organisatorischen Gründen „Wartezeiten“ überbrückt werden müssen, so z.B. bei unklaren Schulorten und -formen nach der Entlassung und / oder bei anstehenden außerhäuslichen Unterbringungen (Internat / Heim), z.B. in Folge von Jugendhilfemaßnahmen, welche noch organisiert werden müssen.
Wie bereits oben angeklungen, zeigen unsere Schüler Erkrankungen und Störungen, die das Fachgebiet der Kinder- und Jungendpsychiatrie umfassen:
So u.a. Hirnfunktionsstörungen mit entwicklungsbedingten oder milieureaktiven oder neurotischen Begleiterscheinungen, akute Krisen, Psychosen, psychische Ausnahmezustände, Zustände nach Suizidversuchen, Psychosomatosen, Neurosen oder – v. a. bei Jugendlichen weiblichen Geschlechts – Störungen des Essverhaltens.
Das Alter unserer oben angesprochenen Schülerschaft (Patienten der KJP) liegt in der Regel zwischen sechs und neunzehn Jahren. Diese kommen aus den unterschiedlichsten Schulformen und spiegeln das gesamte Spektrum des Schulsystems in Bochum und Umgebung, im Ruhrgebiet, in NRW und teilweise darüber hinaus wieder. Je nach Ausprägung des individuellen Krankheitsbildes verbleiben unsere Schüler – parallel zum Aufenthalt in der KJP - zwischen sechs Wochen und mehreren Monaten an der Schule für Kranke.
So unterschiedlich die Krankheitsbilder und die Schulformen erscheinen, an denen unsere Schüler leiden und aus denen sie kommen, so unterschiedlich erscheint deren Leistungsvermögen im täglichen Unterricht. So kommen sie mit teils guten, teils durchschnittlichen und teils mit geringen schulischen Leistungen zu uns.
Unsere Schüler können hochmotiviert, leistungsorientiert und konzentriert sein, wobei sie hier aber auch oftmals übertrainiert, angepasst und pedantisch erscheinen können und sie ihre Selbstbestätigung scheinbar – oder tatsächlich – nur über die schulische Leistung zu erlangen versuchen.
Andererseits sehen wir oft Schüler, die aus den unterschiedlichsten Gründen als leistungsschwach eingestuft werden müssen. Deren Motivation, Konzentration und Durchhaltevermögen ist oft sehr gering, wobei sie ihre ständigen Misserfolge häufig mit depressiven, regressiven oder aggressiven Verhaltensweisen beantworten.
Vor dem hier geschilderten Hintergrund ist das Verhalten unserer Schüler im Unterricht an der Schule für Kranke allgemein als problematisch zu bezeichnen.
So können schulische Teilleistungen wie Aufmerksamkeit, Aufnahmefähigkeit, Merkfähigkeit, Konzentrationsvermögen, Selbständigkeit und Durchhaltefähigkeit herabgesetzt o d e r übersteigert sein.
Neben diesen Problemfeldern beobachten wir an unseren Schülern Teilleistungsstörungen im optischen, akustischen und motorischen Bereich, welche – als Reaktion - wiederum gepaart sein können mit Problemen im emotional-sozialen Bereich.
Auf alle zuvor geschilderten Problemlagen versucht die Schule für Kranke durch ein individuelles, dem einzelnen Schüler-Patienten angemessenes schulisches Angebot zu reagieren, ein Angebot, auf das an anderer Stelle näher eingegangen werden soll.
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